Künstler
Artist

Andreas P. Westreicher, Jahrgang 1981, lebt und arbeitet derzeit zwischen Tirol, Wien und Ibiza.

Als Autodidakt ist er keiner Strömung unterworfen.

Er fing im Jahr 2000 mit dem Malen an, als Ergebnis der Fragestellung an sich selbst nach dem Zusammenhang zwischen Leben und Tod und der sich daraus ergebenden Mitte.

Die malerische Ausdrucksform, der er sich bedient, ist von einem rituellen Drang nach metaphysischer Verständigung bestimmt. Er versucht das vom Bildzentrum ausgehende „Komponieren“ zu verwerfen und stellt den Malakt selbst in die Mitte des Schaffungsprozesses. Die Bilder werden nicht wie typisch auf der Staffelei mit Pinsel gemalt, sondern er legt die Leinwand waagrecht auf den Boden oder einen Tisch um die waagrechte Fläche mit Löffeln, Messern oder Spachteln bearbeiten zu können. Diese Methode ermöglicht es ihm psychische Impulse ohne gedankliche Kontrolle mit stakkatohaften Handbewegungen ins Bild umzusetzen. Durch die oft heftige und emotinale Malweise werden die unbewussten geistigen Strukturen freigelegt und gleichzeitig auch ihr rhythmischer, phantastischer und mystischer Gehalt zum Ausdruck gebracht. Diese Art der Malerei ist mehr „eine Folge als Absicht“.

Als Resultat dieses intuitiven Verfahrens bleiben verstrickte Linienkanäle, geknetete Farbmaterie und ergossene Farbströme auf der Leinwand zurück. Das abstrakte Linien- und Farbgefüge verdichtet sich oft zu Trugbildern, zu Konfigurationen, die an unheimliche Köpfe, Gesichter und Geister erinnern. Das Bild wird sozusagen „zum Überbleibsel einer rituell-malerischen Handlung“.

Es geht jedoch nicht um die Evokation des Figürlichen, sondern vielmehr um den Ausdruck einer meditativen, imaginären, empfundenen Farberfahrung die dadurch Sinn bekommt, dass das fertige Bild nicht mehr als Zweck und Ziel der künstlerischen Arbeit angesehen wird, sondern als Ausdruck der Einzigartigkeit jeden Augenblicks. Kunst… der Augenblick der Entstehung, wo sich Farbe und Leinwand miteinander verbinden und beschließen gemeinsam eine Synthese der Verbundenheit zu bilden.

Die Absicht des Betrachters sollte ein objektiv gedankenfreies, erwartungsloses Beobachten des Vorhandenen sein – „ein auf sich wirken lassen“ der inneren Gefühlswelt. Der Betrachter sollte losgelöst und aufmerksam die Bilder wirken lassen, um so selber zum Künstler und Schöpfer zu werden. Schauen ist Schauen, ist gedankenloses Wahrnehmen…. Wahrnehmung ist ein Spiegel der Tatsachen und somit kann das unbewusste bildhafte Denken das Bewusstsein direkt und ohne Mühe mit den geheimnisvollen Schichten des bildhaft Dargestellten überschwemmt werden.

Andreas P. Westreicher, born in 1981, lives and works in Munich and Tyrol.
A self- taught artist, not held to any discipline.

Andreas started in 2000 with painting, as a result of questioning himself about the correlation of life and death and its golden meaning.

His artistic form of expression is driven by a ritual urge of metaphysical understanding. Instead of trying to avoid the process of composing, based on the centre of the artwork, he emphasizes the act of painting itself.

The pictures are not typically created on easel with brushes. By treating the canvas; lying horizontally on tables or even the floor, with spoons, knives or even levelling, he utilizes his emotional stimuli, neglecting his mental surveillance to convert his staccato- like hand movement into a painting. By such an intensely emotional way of painting, unconscious structures are set free. Thus, rhythmical and mystical forms and contents are expressed. This special way of painting is more than just “a consequence of intention”.

As a result of this intuitive method, compact line networks, knead clay, and poured streams of colour are left on the canvas.

The abstract hierarchy of lines and colours are summarized into an illusion, which portrays scary heads, faces and even ghosts. The artwork is turned into a piece of ritual- artistic action. The aim is not to evocate a specific figure, but rather an expression of a meditatively, imaginarily, perception of colours. The finished painting is to be seen as a copy of a summary of unique moments.

Arts: the instant of evolution, when colour and canvas are combined and decide to synthesize.

The viewer is supposed to be objective, free of any thoughts and expectations. The wide range of gathered impressions is ought to be the initial point in which the viewer himself turns into an artist and creator.

Only looking is thoughtless perception, this is a mirror of personal facts.
The unconscious way of thinking transforms the mysterious layers of the picturesque figure easily into a superior piece of artwork.

Andreas P. Westreicher - Artist
Andreas P. Westreicher - Artist
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